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Auf welche Weltordnung sollen wir in Zukunft setzen?

24. Februar 2017
Themen:

Die einen setzen auf die NATO, andere auf Abschottung. Hoffentlich setzen die dritten sich durch.



Dirk Messner ist Direktor des Hier geht es zum DIE Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und Co-Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Auf der Münchner Sicherheitskonferenz stellten er und Wolfgang Ischinger als gemeinsame Herausgeber das Buch »Deutschlands Neue Verantwortung« vor.

Es waren keine kriselnden Ehepaare, die sich am Wochenende im Bayerischen Hof trafen, aber trotzdem hatte die Versammlung etwas von Paartherapie und Selbstvergewisserung. Viele der Hotelgäste hätten sich ein klares »Ja« gewünscht auf Fragen wie: Gibt es den Westen noch? Brauchen wir den Westen noch? Doch im Verlauf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) wurde immer deutlicher: Frederik v. Paepcke ist auf der MSC der Schuldfrage nachgegangen Der Westen selbst gibt viele Rätsel auf.

Die ganz große Frage, über die mehr als 400 Vertreter der außen- und sicherheitspolitischen Elite der transatlantischen Gemeinschaft und irritierend wenige Vertreter der nicht-westlichen Welt debattierten, war: Für welche Weltordnung lohnt es sich zu streiten?

Zwischen den Zeilen und von Panel zu Panel wurde deutlich: Im Westen konkurrieren 3 sehr unterschiedliche Weltordnungs-Modelle. Alle sind disruptiv, zerstören also die bisherige Ordnung. Egal, welches Modell letztlich obsiegt: Wir sind Zeitzeugen einer neu entstehenden internationalen (Un-)Ordnung – ein schlichtes »Weiter so« wird nicht funktionieren.

Titelbild: Originale: MSC / Wiki Commons – Gage Skidmore / Flickr – Steve Bannon - CC BY-SA

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