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Bist du gegen psychische Krankheiten gewappnet?

Auch du wirst mit 43%iger Wahrscheinlichkeit psychisch krank. Warum wir mit einer Psycho-Vorsorge glücklicher leben und gleichzeitig Milliarden einsparen können.

24. November 2017  10 Minuten

Aktuelle Zahlen zu Diabetes-Erkrankungen vom Robert Koch-Institut (2017) 8% aller Deutschen leiden an Diabetes, Gemessen an der 12-Monats-Prävalenz, die angibt, wie viele Menschen innerhalb eines Jahres von einer Krankheit betroffen sind. Informationen der Deutschen Diabetes-Hilfe e. V. (2017) 16% aller Todesfälle gehen auf Diabetes zurück. Und das, obwohl der Gesetzgeber fleißig dagegen ankämpft: Bereits der Kinderarzt nimmt bei seinen jungen Patienten im Rahmen der regelmäßigen Untersuchungen ein Diabetes-Screening vor. Ab 35 zahlt die Krankenkasse alle 2 Jahre für alle Versicherten eine Vorsorgeuntersuchung für Diabetes. Dabei werden mögliche Risikofaktoren und die Blutzuckerwerte überprüft. Bei Risikopatienten Diese haben zum Beispiel Übergewicht, Bewegungsmangel und Eltern, die an Diabetes erkrankt sind. wird schon eher regelmäßig kontrolliert. All das spricht für unser Gesundheitssystem.

Dagegen spricht allerdings: Jedes Jahr leiden Hier geht’s zur Studie zur Prävalenz von Depressionen bei Erwachsenen in Deutschland (2013) genauso viele Menschen an Depressionen wie an Diabetes. Die beiden Krankheiten gehen sogar häufig miteinander einher. Schlimmer noch, mit Blick auf alle psychischen Krankheiten ist die Zahl mehr als doppelt so hoch; Positionspapier der Deutschen Rentenversicherung zur Bedeutung psychischer Störungen bei Rehabilitation und Erwerbsminderung (2014) die Wahrscheinlichkeit, einmal im Leben an einer solchen zu erkranken, liegt bei 43%. Eine Vorsorge gibt es nicht. Das hat weitreichende Folgen:

So viele Menschen leiden an psychischen Krankheiten

Jedes Jahr leiden fast 30% der deutschen Bevölkerung an psychischen Krankheiten. Neben Angststörungen und Affektiven Störungen (Depressionen und Bipolare Störungen) gehören auch Zwangsstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Essstörungen und Somatoforme Störungen zu den häufigsten Krankheiten.

Quelle: Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1-MH)

Prophylaxe für Depression, Schizophrenie oder Burn-out? Der häufig genutzte Begriff »Burn-out« gilt nicht als eigene psychische Erkrankung und findet sich nicht als Diagnose in den beiden internationalen Standardwerken zur Diagnose von psychischen Krankheiten, dem ICD-10 und dem DSM-V (englisch). Fehlanzeige! Daran konnte bisher auch der 2008 beschlossene Europäischer Pakt für psychische Gesundheit und Wohlbefinden (2008) Europäische Pakt für psychische Gesundheit und Wohlbefinden nichts ändern. Der Pakt wurde 2008 im Rahmen der EU-Konferenz »Gemeinsam für psychische Gesundheit und Wohlbefinden« in Brüssel unterzeichnet. Darin sind die 5 relevantesten Themen identifiziert, die in den folgenden Jahren bearbeitet werden sollten: Arbeitsplatz, Stigmatisierung, ältere Bevölkerung, Prävention von Depression und Suizid sowie junge Menschen und Bildung. Trotz des Paktes hatten 2013 fast 2/3 der beteiligten Länder keine oder eine mindestens 10 Jahre alte gesetzliche Regelung. Darum hier mein Wunsch: Ich plädiere für Übersichtsstudie zur Notwendigkeit und Machbarkeit von Prävention psychischer Krankheiten (englisch, 2001, Paywall) ein Präventionsprogramm gegen psychische Krankheiten. Die 6 Zutaten, damit das gelingt, stelle ich gleich mit vor.

Jetzt hast du aber erst mal die Wahl, wie du weiterlesen willst:

Die Psycho-Prophylaxe spart uns Milliarden

Psychische Krankheiten sind nicht nur für »ein paar mehr Krankheitstage« verantwortlich, sondern neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen der zweithäufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit Bei Frauen belegen sie sogar Platz 1. und wie schon erwähnt für über 40% der Frühberentungen verantwortlich. Das führt zu enormen Kosten:

Obwohl die Zahl der absoluten Ausfälle aufgrund von Arbeitsunfähigkeit in den letzten Jahren abgenommen hat, ist Das zeigen die Ergebnisse einer Erhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2016) parallel der Anteil psychisch bedingter Ausfälle gestiegen. Häufig kommt es dann zu den besagten Frührenten oder Reha- und Wiedereingliederungs-Maßnahmen, sodass nicht nur Kosten für die Arbeitgeber entstehen, sondern auch für das Gesundheitssystem. Dafür geben die deutschen Rentenversicherungen aktuell Positionspapier der deutschen Rentenversicherung zur Bedeutung psychischer Erkrankungen in der Rehabilitation und bei Erwerbsminderung (2014) jedes Jahr über 716 Millionen Euro aus.

Fazit: Psychische Krankheiten kosten uns alle Milliarden. Davon ließe sich durch eine vernünftige Vorsorge einiges einsparen.

Die Psycho-Prophylaxe spart uns Milliarden

Psychische Krankheiten sind nicht nur für »ein paar mehr Krankheitstage« verantwortlich, sondern neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen der zweithäufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit Bei Frauen belegen sie sogar Platz 1. und wie schon erwähnt für über 40% der Frühberentungen verantwortlich. Das führt zu enormen Kosten:

Obwohl die Zahl der absoluten Ausfälle aufgrund von Arbeitsunfähigkeit in den letzten Jahren abgenommen hat, ist Das zeigen die Ergebnisse einer Erhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2016) parallel der Anteil psychisch bedingter Ausfälle gestiegen. Häufig kommt es dann zu den besagten Frührenten oder Reha- und Wiedereingliederungs-Maßnahmen, sodass nicht nur Kosten für die Arbeitgeber entstehen, sondern auch fürs Gesundheitssystem. Dafür geben die deutschen Rentenversicherungen aktuell Positionspapier der deutschen Rentenversicherung zur Bedeutung psychischer Erkrankungen in der Rehabilitation und bei Erwerbsminderung (2014) jedes Jahr über 716 Millionen Euro aus.

Fazit: Psychische Krankheiten kosten uns alle Milliarden. Davon ließe sich durch eine vernünftige Vorsorge einiges einsparen.

Die Psycho-Prophylaxe verbessert und verlängert unser Leben

Auch wenn wir auf die Frage, ob wir einen Schnupfen haben oder nicht, meist eine klare Antwort geben können, lässt sich Gesundheit nicht einfach in 2 Kategorien einteilen: Wir sind nicht »gesund« oder »krank«. Bin ich gesund, wenn ich eine chronische Krankheit habe, die meinen Alltag aber nicht beeinflusst? Bin ich krank, wenn ich mal Kopf- oder Rückenschmerzen habe?

Das Gleiche gilt für psychische Krankheiten. Ich kann nicht nur »psychisch krank« oder »psychisch gesund« sein, sondern auch mal mehr und mal weniger ausgeglichen. Genau wie meine körperliche Gesundheit bewegt sich meine psychische Gesundheit Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert psychische Gesundheit als »Zustand des Wohlbefindens, in dem der Einzelne seine Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv und fruchtbar arbeiten kann und imstande ist, etwas zu seiner Gemeinschaft beizutragen«. Diese Definition zeigt: Der Dualismus von Körper und Psyche ist veraltet und Forschungsergebnisse zeigen uns immer wieder, wie stark beide zusammenhängen. Wir könnten also auch einfach von einer »Gesundheit« sprechen und so körperliche und psychische Gesundheit zusammenfassen. in einem breiten Spektrum. Nur wenn die eigene Unausgeglichenheit dauerhaft anhält und damit die Lebenszufriedenheit sinkt, liegt das möglicherweise an einer psychischen Krankheit, die vielleicht bereits chronisch ist.

Es ist nie leicht, mit einer psychischen Erkrankung zu leben, noch schwieriger wird es aber, wenn Folgendes dazukommt:

  1. Mangelnde Unterstützung: Besonders in einkommensschwachen Ländern steht es um die Versorgung noch sehr viel schlechter, und es werden beispielsweise weniger als 2% des Gesundheitsetats (englisch) zur Behandlung und Prävention psychischer Erkrankungen verwendet. Teilweise kommt auf 2 Millionen Einwohner ein einziger Psychiater. 60% der psychisch Erkrankten in Deutschland erhalten keine oder unzureichende Hilfe. Die Gründe dafür sind vielfältig. Aus Angst vor Stigmatisierung suchen sich viele Betroffene keine Hilfe. Aufgrund fehlender Aufklärung und Sensibilisierung nehmen sie häufig die eigene Symptomatik nicht ernst genug. Auch aufseiten der Hausärzte fehlt es an Sensibilisierung für psychische Leiden, sodass diese nicht immer die nötigen Schritte einleiten. Die Versorgungslage ist ebenfalls schlecht: Selbst wer Hilfe anfragt, muss in den meisten Fällen mindestens 3 Monate auf einen Therapieplatz warten. Die anderen 40% wenden sich meist erst dann an einen Arzt, wenn der Leidensdruck der Symptome sehr hoch geworden ist.
  2. Krankheitsrisiken: Studie zu Prognosen für psychische Erkrankungen (englisch, 2014, Paywall) Fast 80% der später chronischen psychischen Erkrankungen zeigen sich bereits vor dem 24. Lebensjahr. Prävention und frühe Diagnosen könnten helfen, den Leidensdruck zu mindern.
  3. Rückzug: Menschen mit psychischen Krankheiten ziehen sich häufig zurück und verlieren so zusätzlich Halt und soziale Kontakte. Ein Teufelskreis, denn beides trägt wesentlich zur Lebensqualität bei und die resultierende Einsamkeit kann die Symptome verschlimmern. Zum Vergleich: Review-Studie zu Mortalität und sozialen Beziehungen (englisch, 2010) Einsamkeit kann genauso gesundheitsschädlich sein wie regelmäßiges Rauchen.

Der wohl wichtigste Grund, warum Betroffene so oft gar nicht oder zu spät Hilfe suchen, ist ein kultureller: Für eine Lungenentzündung kann niemand etwas; wer depressiv ist, »ist da irgendwie doch selbst dran schuld« Umfragen (englisch) zeigen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen als gefährlich und unberechenbar wahrgenommen werden. Auch die Annahmen, Betroffene seien selbst für ihre psychischen Krankheiten verantwortlich und es sei schwierig, mit ihnen in Kontakt zu treten, sind weit verbreitet. Stigmatisierung und Diskriminierung. Generell umfasst Stigmatisierung 3 Hauptkomponenten: Stereotype, Vorurteile und Diskriminierung. Stereotype entstehen vor allem durch die immer gleiche Darstellung in der Öffentlichkeit. Wird diese nicht widerlegt, werden aus Stereotypen Vorurteile. Setzen diese sich ausreichend fest, kommt es zu Diskriminierung. In Film und Fernsehen Welches Bild du im Kopf haben solltest, wenn du an Depression denkst, schreibt Gastautorin Maria Müller hier sind psychisch kranke Menschen meist Täter und die Bösen. Auf dem Arbeitsmarkt werden Menschen mit psychischen Erkrankungen strukturell diskriminiert, Beispielsweise gibt ein Großteil der Befragten an (englisch), dass sie niemanden mit einer psychischen Erkrankung einstellen würden. durch Persönlichkeitstests ausgesiebt oder sie dürfen bestimmte Berufe gar nicht antreten. Natürlich ist es sinnvoll, dass bestimmte Berufe von einigen Menschen nicht ausgeübt werden können oder dürfen. Manche Einschränkungen, ob körperlich oder geistig, machen dies schlicht unmöglich. Die Verbote pauschalisieren jedoch im Fall psychischer Erkrankungen, denn gerade hier ist das Spektrum an Symptomen und Einschränkungen sehr breit.

Neben einer Vielzahl von Faktoren wie psychosozialen Belastungen spielt auch der Stoffwechsel des Gehirns eine Rolle. Begleitend zur Psychotherapie stellen daher Antidepressiva oft eine wichtige Therapieergänzung dar. – Anne von Soosten, Psychologin mit langjähriger Arbeitserfahrung in der Psychiatrie

Die Konsequenz? Betroffene verheimlichen ihre Symptome, Verheimlichen Betroffene ihre Symptome, um beispielsweise den gewünschten Beruf auszuüben, kann das sehr gefährlich werden. Gerade in Berufen mit viel Verantwortung wie Polizist oder Pilot ist ein Klima notwendig, in dem offen über psychische Belastung gesprochen werden kann, um niemanden zu gefährden. wollen auf keinen Fall als »irre« oder »verrückt« abgestempelt werden und riskieren damit nicht nur eine geringere Lebensqualität, sondern auch, Die »Mental Health Foundation« beschreibt die Folgen von Stigmatisierung (englisch, 2017) dass sich ihre Krankheit verschlimmert.

Wer wegen psychischer Erkrankungen ausfällt, findet auch heute noch Ausreden, um nicht die Wahrheit bei der Arbeit angeben zu müssen. Stattdessen werden Kuren angegeben oder aber gesellschaftsfähige Diagnosen wie Burn-out vorgeschoben. – Anne von Soosten, Psychologin mit langjähriger Arbeitserfahrung in der Psychiatrie

Das hat gravierende Folgen. Das Ärzteblatt berichtet über die kürzere Lebenszeit durch psychische Erkrankungen (2014) Aktuelle Untersuchungen zeigen: Ist eine psychische Erkrankung einmal ausgebrochen, verringert sich auch die Maren Urner fragt, wie weit du für 6 Jahre mehr Lebenszeit gehen würdest Lebenserwartung um mindestens 10 Jahre. In den Industrieländern sind Depressionen die zweithäufigste Ursache für durch eine Erkrankung verlorene Lebensjahre. Wer an einer psychischen Krankheit leidet, hat ein deutlich erhöhtes Risiko eines vorzeitigen Todes (Paywall) (nicht nur durch Suizid, sondern auch durch Unfälle und körperliche Erkrankungen). 90% der Suizide stehen mit psychischen Erkrankungen in Zusammenhang. Auch hier würde das Vorsorgeprogramm helfen, weil Symptome früher erkannt würden, Diagnosen gestellt werden könnten und so Betroffene entsprechend unterstützt würden. Einzelne Projekte gibt es in Deutschland bereits, zum Beispiel bietet die Techniker Krankenkasse online den »DepressionsCoach« an. Die Nutzung ist für Versicherte nach telefonischer Anmeldung möglich.

Je früher man sich in Behandlung begibt, desto besser kann meist frühzeitig »Schlimmeres« abgefangen werden. Je länger man wartet, desto schwieriger und langwieriger kann es werden. – Anne von Soosten, Psychologin mit langjähriger Arbeitserfahrung in der Psychiatrie

Fazit: Das Vorsorgeprogramm würde nicht nur Neuerkrankungen verhindern, sondern auch das Leben der Betroffenen entscheidend verbessern.

Die Psycho-Prophylaxe verbessert und verlängert unser Leben

Auch wenn wir auf die Frage, ob wir einen Schnupfen haben oder nicht, meist eine klare Antwort geben können, lässt sich Gesundheit nicht einfach in 2 Kategorien einteilen: Wir sind nicht »gesund« oder »krank«. Bin ich gesund, wenn ich eine chronische Krankheit habe, die meinen Alltag aber nicht beeinflusst? Bin ich krank, wenn ich mal Kopf- oder Rückenschmerzen habe?

Das Gleiche gilt für psychische Krankheiten. Ich kann nicht nur »psychisch krank« oder »psychisch gesund« sein, sondern auch mal mehr und mal weniger ausgeglichen. Genau wie meine körperliche Gesundheit bewegt sich meine psychische Gesundheit Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert psychische Gesundheit als »Zustand des Wohlbefindens, in dem der Einzelne seine Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv und fruchtbar arbeiten kann und imstande ist, etwas zu seiner Gemeinschaft beizutragen«. Diese Definition zeigt: Der Dualismus von Körper und Psyche ist veraltet und Forschungsergebnisse zeigen uns immer wieder, wie stark beide zusammenhängen. Wir könnten also auch einfach von einer »Gesundheit« sprechen und so körperliche und psychische Gesundheit zusammenfassen. in einem breiten Spektrum. Nur wenn die eigene Unausgeglichenheit dauerhaft anhält und damit die Lebenszufriedenheit sinkt, liegt das möglicherweise an einer psychischen Krankheit, die vielleicht bereits chronisch ist.

Es ist nie leicht, mit einer psychischen Erkrankung zu leben, noch schwieriger wird es aber, wenn Folgendes dazukommt:

  1. Mangelnde Unterstützung: Besonders in einkommensschwachen Ländern steht es um die Versorgung noch sehr viel schlechter, und es werden beispielsweise weniger als 2% des Gesundheitsetats (englisch) zur Behandlung und Prävention psychischer Erkrankungen verwendet. Teilweise kommt auf 2 Millionen Einwohner ein einziger Psychiater. 60% der psychisch Erkrankten in Deutschland erhalten keine oder unzureichende Hilfe. Die Gründe dafür sind vielfältig. Aus Angst vor Stigmatisierung suchen sich viele Betroffene keine Hilfe. Aufgrund fehlender Aufklärung und Sensibilisierung nehmen sie häufig die eigene Symptomatik nicht ernst genug. Auch aufseiten der Hausärzte fehlt es an Sensibilisierung für psychische Leiden, sodass diese nicht immer die nötigen Schritte einleiten. Die Versorgungslage ist ebenfalls schlecht: Selbst wer Hilfe anfragt, muss in den meisten Fällen mindestens 3 Monate auf einen Therapieplatz warten. Die anderen 40% wenden sich meist erst dann an einen Arzt, wenn der Leidensdruck der Symptome sehr hoch geworden ist.
  2. Krankheitsrisiken: Studie zu Prognosen für psychische Erkrankungen (englisch, 2014, Paywall) Fast 80% der später chronischen psychischen Erkrankungen zeigen sich bereits vor dem 24. Lebensjahr. Prävention und frühe Diagnosen könnten helfen, den Leidensdruck zu mindern.
  3. Rückzug: Menschen mit psychischen Krankheiten ziehen sich häufig zurück und verlieren so zusätzlich Halt und soziale Kontakte. Ein Teufelskreis, denn beides trägt wesentlich zur Lebensqualität bei und die resultierende Einsamkeit kann die Symptome verschlimmern. Zum Vergleich: Review-Studie zu Mortalität und sozialen Beziehungen (englisch, 2010) Einsamkeit kann genauso gesundheitsschädlich sein wie regelmäßiges Rauchen.

Der wohl wichtigste Grund, warum Betroffene so oft gar nicht oder zu spät Hilfe suchen, ist ein kultureller: Für eine Lungenentzündung kann niemand etwas; wer depressiv ist, »ist da irgendwie doch selbst dran schuld« Umfragen (englisch) zeigen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen als gefährlich und unberechenbar wahrgenommen werden. Auch die Annahmen, Betroffene seien selbst für ihre psychischen Krankheiten verantwortlich und es sei schwierig, mit ihnen in Kontakt zu treten, sind weit verbreitet. Stigmatisierung und Diskriminierung. Generell umfasst Stigmatisierung 3 Hauptkomponenten: Stereotype, Vorurteile und Diskriminierung. Stereotype entstehen vor allem durch die immer gleiche Darstellung in der Öffentlichkeit. Wird diese nicht widerlegt, werden aus Stereotypen Vorurteile. Setzen diese sich ausreichend fest, kommt es zu Diskriminierung. In Film und Fernsehen Welches Bild du im Kopf haben solltest, wenn du an Depression denkst, schreibt Gastautorin Maria Müller hier sind psychisch kranke Menschen meist Täter und die Bösen. Auf dem Arbeitsmarkt werden Menschen mit psychischen Erkrankungen strukturell diskriminiert, Beispielsweise gibt ein Großteil der Befragten an (englisch), dass sie niemanden mit einer psychischen Erkrankung einstellen würden. durch Persönlichkeitstests ausgesiebt oder sie dürfen bestimmte Berufe gar nicht antreten. Natürlich ist es sinnvoll, dass bestimmte Berufe von einigen Menschen nicht ausgeübt werden können oder dürfen. Manche Einschränkungen, ob körperlich oder geistig, machen dies schlicht unmöglich. Die Verbote pauschalisieren jedoch im Fall psychischer Erkrankungen, denn gerade hier ist das Spektrum an Symptomen und Einschränkungen sehr breit.

Neben einer Vielzahl von Faktoren wie psychosozialen Belastungen spielt auch der Stoffwechsel des Gehirns eine Rolle. Begleitend zur Psychotherapie stellen daher Antidepressiva oft eine wichtige Therapieergänzung dar. – Anne von Soosten, Psychologin mit langjähriger Arbeitserfahrung in der Psychiatrie

Die Konsequenz? Betroffene verheimlichen ihre Symptome, Verheimlichen Betroffene ihre Symptome, um beispielsweise den gewünschten Beruf auszuüben, kann das sehr gefährlich werden. Gerade in Berufen mit viel Verantwortung wie Polizist oder Pilot ist ein Klima notwendig, in dem offen über psychische Belastung gesprochen werden kann, um niemanden zu gefährden. wollen auf keinen Fall als »irre« oder »verrückt« abgestempelt werden und riskieren damit nicht nur eine geringere Lebensqualität, sondern auch, Die »Mental Health Foundation« beschreibt die Folgen von Stigmatisierung (englisch, 2017) dass sich ihre Krankheit verschlimmert.

Wer wegen psychischer Erkrankungen ausfällt, findet auch heute noch Ausreden, um nicht die Wahrheit bei der Arbeit angeben zu müssen. Stattdessen werden Kuren angegeben oder aber gesellschaftsfähige Diagnosen wie Burn-out vorgeschoben. – Anne von Soosten, Psychologin mit langjähriger Arbeitserfahrung in der Psychiatrie

Das hat gravierende Folgen. Das Ärzteblatt berichtet über die kürzere Lebenszeit durch psychische Erkrankungen (2014) Aktuelle Untersuchungen zeigen: Ist eine psychische Erkrankung einmal ausgebrochen, verringert sich auch die Maren Urner fragt, wie weit du für 6 Jahre mehr Lebenszeit gehen würdest Lebenserwartung um mindestens 10 Jahre. In den Industrieländern sind Depressionen die zweithäufigste Ursache für durch eine Erkrankung verlorene Lebensjahre. Wer an einer psychischen Krankheit leidet, hat ein deutlich erhöhtes Risiko eines vorzeitigen Todes (Paywall) (nicht nur durch Suizid, sondern auch durch Unfälle und körperliche Erkrankungen). 90% der Suizide stehen mit psychischen Erkrankungen in Zusammenhang. Auch hier würde das Vorsorgeprogramm helfen, weil Symptome früher erkannt würden, Diagnosen gestellt werden könnten und so Betroffene entsprechend unterstützt würden. Einzelne Projekte gibt es in Deutschland bereits, zum Beispiel bietet die Techniker Krankenkasse online den »DepressionsCoach« an. Die Nutzung ist für Versicherte nach telefonischer Anmeldung möglich.

Je früher man sich in Behandlung begibt, desto besser kann meist frühzeitig »Schlimmeres« abgefangen werden. Je länger man wartet, desto schwieriger und langwieriger kann es werden. – Anne von Soosten, Psychologin mit langjähriger Arbeitserfahrung in der Psychiatrie

Fazit: Das Vorsorgeprogramm würde nicht nur Neuerkrankungen verhindern, sondern auch das Leben der Betroffenen entscheidend verbessern.

Darum gibt es bis heute keine Prävention

Wie sich der Weg ohne Vorsorgeprogramm für psychische Krankheiten anfühlt, weiß Katharina. Katharina heißt in Wirklichkeit natürlich anders. Sie leidet an Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) PTBS tritt als verzögerte Reaktion auf ein stark belastendes Ereignis auf, das die betroffene Person traumatisiert. Fehlen Bewältigungsmöglichkeiten, entsteht eine PTBS; generell innerhalb von 6 Monaten nach dem Erlebnis. Auslöser können zum Beispiel Kriegserfahrungen und Misshandlungen sein. Häufige Symptome sind eine emotionale Taubheit und das Wiedererleben der traumatischen Erfahrung. Damit einhergehend vermeiden Betroffene oftmals Aktivitäten, die an das Trauma erinnern. und hat lange gewartet, bis sie sich Hilfe gesucht hat.

An der Universität riet man mir dringend, das Studium abzubrechen und eher eine Lehre zu machen, etwas anderes wäre mit meiner Krankheit nicht sinnvoll. […] Man fühlt sich in einer Zwickmühle, Hilfe zu brauchen, aber keine Hilfe suchen zu »können«. Es ist eine schwere Wahl: Wie schlimm muss es sein, bevor man seine Träume und Wünsche opfert? Und wenn man sich dann durchringt, wartet man ewig auf einen Therapieplatz. – Katharina, Lehrerin und PTBS-Patientin

Durchschnittlich kommt Zahlen zur Versorgung psychischer Erkrankungen in Deutschland von der DGPPN (2005, Paywall) in Deutschland auf 17.000 Einwohner ein Psychiater. Das Versorgungskontingent wurde in den 1990er-Jahren festgelegt und seitdem nicht verändert, Seit dem 1. April 2017 gilt eine neue Richtlinie, gemäß der Psychotherapeuten nun verpflichtet sind, jede Woche offene Sprechstunden anzubieten. Ohne ein erhöhtes Kontingent verbessert dies die Versorgungslage aber nicht. obwohl die absolute und relative Anzahl derer, die Hilfe wollen, seitdem drastisch gestiegen sind.

Das deutsche Arbeitsschutzgesetz sieht immerhin eine »systematische Ermittlung und Bewertung relevanter Gefährdungen der Beschäftigten« vor. Genau das sind psychische Krankheiten – wie auch der Europäische Pakt zur psychischen Gesundheit betont. Trotzdem geben in Umfragen Das sagt die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung zur psychischen Belastung von Arbeitnehmern (2013) nur 28% der Beschäftigten in Deutschland an, dass eine solche Vorsorge in den letzten 2 Jahren in ihrem Betrieb stattgefunden hat.

Warum das so ist – und auch so bleiben wird – geht auf das Konto von 3 Akteuren:

  • Krankenkassen: Wie der Name schon sagt, verdienen Krankenkassen an Kranken, nicht an Gesunden. Auch wenn einzelne Krankenkassen Präventionsprogramme Prävention meint nicht nur das Verhindern von Neuerkrankungen (die sogenannte Primärprävention), sondern umfasst auch Maßnahmen für bereits Erkrankte (Sekundär- und Tertiärprävention), die Komplikationen vermeiden und die Gefahr einer Wiedererkrankung bereits Genesener senken sollen. anbieten, ist das Geschäftsmodell generell nicht an bestmöglicher Prävention ausgerichtet. Wie eine ambulante Krankenpflege aussieht, die den Fokus auf das Wohl der Menschen legt, macht seit 10 Jahren der Niederländer Jos de Blok mit seinem Projekt »Buurtzorg« vor und sorgt so international für Aufsehen. Sie haben geringes Interesse daran, die Gesamtsituation zu verändern.
  • Politiker: Die Politiker, die die Situation verbessern wollen, stoßen auf großen politischen Widerstand. Denn die meisten Parteien wollen mit dem Thema psychische Gesundheit nichts zu tun haben – möglicherweise auch, weil sich damit keine Wahlen gewinnen lassen. Website von MdB Maria Klein-Schmeink Maria Klein-Schmeink ist eine der wenigen, die seit Jahren mehr Prävention fordert. 2016 wurde ihre Forderung nach einem Expertenrat für mentale Gesundheit Maria Klein-Schmeink im Interview zur psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung (2016) im Bundestag abgelehnt.
  • Lobby-Gruppen: Natürlich gibt es Das Aktionsbündnis seelische Gesundheit bietet eine Übersicht über Verbände und Organisationen einzelne Projekte, die sich das Thema mentale Gesundheit auf die Fahnen schreiben. Doch es fehlt eine ausreichende Vernetzung. Hinzu kommt eine mangelnde Öffentlichkeit. Die einzigen, die sich für das Thema interessieren, sind Betroffene und Angehörige. Die wiederum wollen ihre Krankheit eigentlich verheimlichen und werden so auch nicht zu lauten Multiplikatoren.

Das Prophylaxe-Programm in spe

Denken wir noch einmal zurück an Diabetes und das großartige Vorsorgeprogramm für das anerkannte Volksleiden. Jeder weiß, dass Diabetes ein riesiges Problem ist, und die meisten kennen die wichtigsten Risikofaktoren wie Übergewicht und Warum verschreibt mir keiner das Wundermittel, fragt Maren Urner hier Bewegungsmangel. Die Krankenkassen klären auf, die Ärzte diagnostizieren und beugen vor und Diabetes-Patienten verkriechen sich nicht beschämt unter der Sofadecke, sondern nehmen ihre Kontrolluntersuchungen wahr. Niemand wird für Diabetes ausgegrenzt. Genau dahin müssen wir auch beim Thema psychische Krankheiten kommen.

So können die 6 Zutaten für die Psycho-Prophylaxe aussehen: Ein Präventions- und Prophylaxe-Programm sollte natürlich im Sinne der Betroffenen gestaltet sein. Die Ergebnisse von Befragungen verweisen auf mindestens 4 Probleme, deren Bearbeitung Teil der Lösung sein sollte:

– Das Gefühl, von den Ärzten und Therapeuten nicht ernst genommen zu werden (»man wird behandelt, als wenn man blöde wäre«).

– Die Schwierigkeit, zeitnah einen Therapeuten zu finden; Ärzte und Therapeuten haben wenig Zeit für den einzelnen Patienten (Unterversorgung).

– Die Unwissenheit und das Desinteresse bei einigen Ärzte und Therapeuten.

– Der fehlende Bezug der Therapiesituation zum tatsächlichen Alltag, es fehlen Angebote für den Übergang von der (stationären) Therapie in den Alltag.

  • Medizinische Anerkennung: Diabetes ist bereits Teil eines sogenannten »Disease Management Programms« (DMP). DMPs gibt es in Deutschland seit ca. 15 Jahren und dienen der zentralen Organisation der Behandlung chronisch kranker Menschen. Das Konzept stammt ursprünglich aus den USA. Diese strukturierten Behandlungsprogramme sollen Zusammenarbeit und Organisation erleichtern. DMPs klären über chronische Krankheiten auf und helfen Betroffenen, ihr Leben mit der Krankheit besser zu gestalten. Psychische Krankheiten müssen Teil eines solchen DMPs werden. So würde auch eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen behandelnden Ärzte, Psychologen und Pflegekräfte vereinfacht. Der Bericht des EU-Kompass zu mentaler Gesundheit (englisch) zeigt, dass die am wenigsten umgesetzte Empfehlung die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Sektoren wie beispielsweise Gesundheitssektor und Arbeitssektor ist. Nur 29% hatten die Empfehlung umgesetzt. Auch in Sachen Sensibilisierung für psychische Krankheiten würde das sicher weiterhelfen.
  • Finanzielle Anreize: Wie bei anderen Vorsorgebehandlungen auch, brauchen wir Vergünstigungen und Boni für die Versicherten Werden Prävention und Prophylaxe psychischer Erkrankungen in die primäre Gesundheitsversorgung integriert, würde das auch der Stigmatisierung entgegenwirken und die Behandlung erleichtern. – so wie Hier beschreibt die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KVBV) das Bonusprogramm für Zähne das Bonusprogramm der Zahnprophylaxe.

  • Flächendeckung: Es reicht nicht, Betroffene und Risikopatienten zu versorgen, Wird die gesamte Bevölkerung eingeschlossen, beugt das nicht nur Neuerkrankungen vor, sondern hilft auch gegen Stigmatisierung, Vorurteile und Diskriminierung. Studien zeigen, dass der Kontakt zu Betroffenen der effektivste Weg gegen Stigmata ist. denn die meisten psychisch Erkrankten kommen nicht aus einer Risikogruppe. Prävention kann unterschiedliche Zielgruppen haben: Universelle Prävention zielt auf die gesamte Bevölkerung ab; selektive Prävention betrifft Risikogruppen; indizierte Prävention richtet sich an Menschen mit psychischen Symptomen unterhalb der Krankheitsschwelle. Klar ist auch, dass bei Risikogruppen wie den Kindern psychisch kranker Eltern, Die haben nicht nur ein höheres Risiko, selbst zu erkranken, sondern auch erschwerte Entwicklungsbedingungen. das Netz deutlich engmaschiger sein muss.
  • Eingliederung: In Deutschland setzt sich die psyGA der BKK für Betroffene im Arbeitsalltag ein Arbeit hilft bei psychischen Krankheiten. Deshalb sollten auch Risikopatienten nicht um ihren Job fürchten müssen. Ausfälle können zum Beispiel über einen Nachteilsausgleich geregelt werden. Der tritt ein, wenn ein Arbeitnehmer nicht mehr die volle Leistung bringen kann, und sichert gleichzeitig das Unternehmen ab. Für ein vergleichbares Modell plädiert beispielsweise Maria Klein-Schmeinck von den Grünen seit vielen Jahren.
  • Beratung: Wenn es Menschen akut psychisch schlecht geht, müssen sie wissen, an wen sie sich sofort wenden können – unabhängig davon, ob bereits eine Diagnose vorliegt. Hier findest du eine Auflistung der bisherigen Beratungsangebote Vorhandene Beratungsstellen leisten hier wichtige Arbeit, reichen aber bei Weitem nicht aus und sind fast alle in großen Städten. Viele der Anlaufstellen tragen Diagnosen im Namen: Depressions-Hilfe oder Essstörungs-Beratung. Hier könnten neue Namen helfen, um auch nicht diagnostizierte Hilfesuchende abzuholen.
  • Aufklärung und Akzeptanz: Hier geht es vor allem darum, die Schuldfrage aufzuweichen und zu vermitteln: Ein psychischer kranker Mensch ist nicht schuld an seiner Krankheit. Untersuchungen zeigen, dass andere sich weniger von Menschen mit psychischer Krankheit distanzieren, wenn sie davon ausgehen, dass unkontrollierbare Faktoren wie Gene, traumatische Erlebnisse und belastendende Lebenssituationen für die Krankheit verantwortlich sind. Die beginnt in den Medien, bei Ärzten und in der Schule Einige wenige beispielhafte Interventionen gibt es bereits. Das Schulprojekt von BASTA wurde für 13–17-jährige Schüler konzipiert. Dabei werden die Jugendlichen zuerst informiert und können danach einen Menschen mit Psychiatrieerfahrung, einen Angehörigen und einen professionellen Helfer befragen. Gelerntes wird gleich angewandt: Die Schüler gehen auch auf die Straße und klären Passanten über psychische Krankheiten auf. – und endet bei jedem von uns. Denn nur, wenn wir alle die eigene psychische Gesundheit wertschätzen, nicht länger hinter vorgehaltener Hand darüber flüstern und Leistungen von Politikern und Krankenkassen einfordern, wird sich etwas ändern. In seinem TEDx-Vortrag spricht der Psychologe Guy Winch darüber, wie wir besser auf uns selbst achten (englisch, 2014) Nimm deine psychische Gesundheit ernst. Informiere dich über Risiken, achte auf Signale in deinem Freundeskreis. Sprich über das Thema und habe Verständnis und ein offenes Ohr, wenn jemand davon erzählt.

Ich würde jedem raten, sich in Behandlung zu begeben. Letztlich geht es um die eigene Gesundheit und das eigene Leben. – Katharina, Lehrerin und PTBS-Patientin

Wer Probleme mit seiner psychischen Gesundheit hat, braucht genauso Hilfe wie jemand, der einen gebrochenen Fuß hat. Und wer über seine Depression spricht, sollte das genauso offen tun können, wie wenn er vom verstauchten Arm erzählt. Ich freue mich auf den Tag, an dem ich mit meiner Stempelkarte zur Psycho-Vorsorge gehen kann.

Mit Illustrationen von Fabian Ludwig für Perspective Daily

von Lena Nugent 

Lena Nugent studiert Psychologie, Politik und Kultur in Lüneburg. Statt sich nur auf eine Sache zu konzentrieren, schaut sie lieber auf die Knotenpunkte, die Zusammenhänge. Ihre Schnittstelle ist die Zwischenmenschlichkeit und die Frage: Wie kann ein gutes (Zusammen-)Leben für alle aussehen? Von August bis Oktober 2017 war sie als Praktikantin bei Perspective Daily.

Themen:  Arbeit   Gesundheit   Psychologie  

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