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Was wir haben können, wenn wir dem Weihnachtsmann freigeben

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8 Minuten

Was wir haben können, wenn wir dem Weihnachtsmann freigeben

20. Dezember 2017
Themen:

Dieses Jahr geben wir in Deutschland gut 35 Milliarden Euro für Weihnachten aus. Was würdest du mit dem Geld machen?



Weihnachten ist das Fest der Liebe, für manche das Fest der Familie, des Glaubens – und natürlich ist es schon lange auch Was christlicher Glaube und Konsum miteinander zu tun haben, erfährst du hier das Fest des Shoppings. Alle Jahre wieder klingeln die Kassen, traditionell vor allem bei den Einzelhändlern, heute zunehmend auch »online«. Der Handelsverband berichtet, dass die großen Kaufhäuser und Online-Händler im November und Dezember das beste Geschäft des Jahres machen. In manchen »geschenkaffinen« Branchen liege der Umsatz sogar um bis zu 100% über den anderen Monaten. Bei den kleineren Einzelhändlern sieht es weniger gut aus, bei ihnen rechnen die wenigsten mit einem guten Jahresendspurt. Unser Shopping kommt also vor allem Thalia, Amazon und Co. zugute. Egal ob die »Klassiker« Spielwaren, Bücher und Unterhaltungs-Elektronik oder »nachhaltige Geschenke mit Sinn«, an Weihnachten wollen wir nicht sparen.

Was wollen wir uns Weihnachten leisten?

Weihnachten ist den meisten Menschen hierzulande wichtig. Wir haben uns gefragt: »Was, wenn uns andere Dinge genauso wichtig wären?« Vielleicht sogar Dinge, bei denen es häufig zurückschallt: »Das können wir uns nicht leisten!« Also haben wir überlegt, was wir mit dem ganzen Geld anstellen würden, das wir in Deutschland jedes Jahr für Weihnachtsgeschenke, Tannenbäume und Was passieren muss, damit wir faire Schokolade für alle bekommen, schreibt Maren Urner hier Schoko-Nikoläuse ausgeben. Also: Was könnten wir uns leisten, wenn wir das Geld, das wir normalerweise an Weihnachten ausgeben, auf ein Konto überweisen und für ein bestimmtes Ziel verwenden?

»Was, die wollen uns Weihnachten wegnehmen?« Falls dir die Idee übel aufstößt, Weihnachten ein Jahr ausfallen zu lassen, können wir dich beruhigen – und dir die größten Sorgen nehmen.

  • »Die wollen uns Weihnachten wegnehmen!«: Natürlich geht es uns nicht darum, Weihnachten irgendjemandem wegzunehmen. Jeder soll sich weiterhin auf ein paar schöne Tage zu Hause oder einfach gemeinsam mit der Familie freuen dürfen – die Ausgaben fürs Weihnachtsessen und Reisekosten haben wir extra nicht in die Rechnung einfließen lassen! Es geht uns lediglich darum, zu überlegen, was wir alles erreichen könnten, wenn es uns genauso wichtig wäre wie der jährliche Geschenkesegen.
  • »Vom Weihnachtsgeschäft hängen viele Jobs ab!«: Stimmt! Was aber auch stimmt: Wenn wir das Geld an anderer Stelle investierten, entstünden dort ebenfalls viele Jobs – und die würden in allen Fällen einem ziemlich guten Zweck dienen (wie du sehen wirst).
  • »Jetzt wollen sie uns auch noch ein nachhaltiges und plastikfreies Weihnachten vorschreiben!«: Auch darum geht es hier nicht! Hier geht es um ein Gedankenexperiment und eine Antwort auf die vernichtende Pauschalaussage: »Das können wir uns nicht leisten!«

Das lassen wir uns Weihnachten jährlich kosten

Den größten Batzen geben wir für Geschenke aus: pro Kopf ab 12 Jahren knapp 466 Euro, das sind Repräsentative Umfrage der FOM Hochschule für Ökonomie & Management mit mehr als 56.000 Befragten (2017) gut 2% weniger als 2016. Nach Branchen aufgeteilt, sieht das so aus:

Jeder Zweite verschenkt gern Gutscheine

Die 10 beliebtesten Weihnachtsgeschenke in Deutschland 2017. 56.072 Menschen haben auf die Frage geantwortet: »Aus welchen Warenbereichen verschenkst du gern an Weihnachten?«

Quelle: Quelle: FOM Weihnachtsumfrage 2017

Bevölkerungsstatistik in Deutschland vom Statistischen Bundesamt (2017) In Deutschland leben aktuell 73,3 Millionen Menschen, die mindestens 12 Jahre alt sind, das macht also

satte 34,1 Milliarden Euro.

Weiter geht’s mit den Weihnachtsbäumen: Angaben zu verkauften Weihnachtsbäumen bei welt.de (2016) 2016 wurden in Deutschland 29,5 Millionen davon verkauft, was einem Umsatz von Angaben zu den Kosten der Weihnachtsbäume des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (2015) rund 700 Millionen Euro entspricht.

Und zu guter Letzt die Schoko-Nikoläuse, Adventskalender und Co.: Knapp 600 Millionen Euro sind uns Weihnachts-Süßigkeiten jede Saison wert – wir fangen ja auch schon im Spätsommer damit an, sie zu vernaschen. Die Summe steigt Jahr für Jahr weiter an. Am beliebtesten sind dabei Schoko-Nikoläuse, die einen Umsatz von 159 Millionen Euro generieren. Auf Platz 2 folgen Adventskalender mit knapp 83 Millionen Euro.

Zusammen kommen wir so also auf knapp 35,5 Milliarden Euro. Mal sehen, was wir damit alles verändern könnten.

Gänsebraten überm Lagerfeuer?

von Felix Austen

Bei den einen ist es gefüllter Gänsebraten, andere schwören auf Kartoffelsalat mit Würstchen oder gebackene Forellen: So unterschiedlich sie auch sind, so hat doch fast jede Familie in Deutschland ein traditionelles Gericht fürs Weihnachtsfest.

Gefüllter Gänsebraten, Kartoffelsalat mit Würstchen oder gebackene Forellen?

Was die meisten dabei vereint: Sie bereiten den Festtagsschmaus im Backofen und auf einem Elektro- oder Gasherd zu. Für uns selbstverständlich, ist das Statistik über Innenraum-Luftverschmutzung der WHO (englisch, 2016) für über 3 Milliarden Menschen eine ferne Vision – denn sie kochen mithilfe von Holz, Kohle oder Mist.

Das ist nicht nur unpraktisch und klimaschädlich, sondern auch hochgradig gesundheitsgefährdend. Rauch und Luftverschmutzung verursachen Lungenentzündungen, Lungenkrebs und Herzinfarkte. Besonders schlimm ist die dicke Luft für Kinder und Säuglinge. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Bericht der Weltgesundheitsorganisation über Luftverschmutzung und Gesundheit (englisch, 2014) schätzt die jährlichen vorzeitigen Todesfälle auf über 4 Millionen.

Wesentlich sauberer verbrennt Gas, dabei entstehen bis zu 95% weniger Treibhausgase und Schadstoffe. Das Problem: Peter Dörrie hat einige Technik-Start-ups in Afrika besucht. Darunter ist ein innovativer Gashändler Gas ist teurer. Trotzdem will die Hier geht es zur Website der Global Alliance for Clean Cookstoves (englisch) Global Alliance for Clean Cookstoves bis zum Jahr 2030 alle dreckigen durch saubere Kochstellen ersetzen.

Studie über die CO2-Emissionen traditioneller Holzöfen (englisch, 2015, Paywall) Eine Studie zeigt: Mit 35 Milliarden Euro können rund 9% aller offenen Feuerstellen durch geschlossene Herde ersetzt werden – fast 300 Millionen Stück.

Ein tolles Geschenk für viele, viele Menschen. Würden wir die Tradition, auf die Geschenke zu verzichten, noch 10 weitere Jahre übernehmen, könnten wir sogar allen Menschen Zugang zu sauberen Küchen ermöglichen. Natürlich ohne selbst auf Braten, Kartoffelsalat und Forelle verzichten zu müssen.

Eine Toilette rentiert sich

von Han Langeslag

Wenn du nach dem großen Festtagsschmaus im Kreise der Familie das stille Örtchen aufsuchen musst, versuch einfach mal – wenn die Zeit noch reicht – kurz innezuhalten. Werde dir für einen Moment bewusst, dass du gleich einen Luxus genießen wirst, Aktuelle Zahlen zur weltweiten Sanitärversorgung (englisch, 2017) der 2,3 Milliarden Menschen verwehrt bleibt. Für dieses knappe Drittel der Weltbevölkerung sorgen Harndrang und Stuhlgang nicht nur für Unbequemlichkeiten, Das gilt auch für Mädchen und Frauen, die menstruieren, schreiben Maren Urner und Katharina Wiegmann hier sondern auch hohe gesundheitliche Risiken. Für sie geht es täglich noch wie im Mittelalter zu, wenn die Verdauung ihren Dienst leistet.

Auch wenn immer mehr Menschen immerhin Zugang zu sauberem Wasser haben, bleibt dieser noch für 8% der Weltbevölkerung Wunschdenken.

Studie, die die Kosten für einen weltweiten Zugang zu Toiletten und Trinkwasser berechnet (englisch, 2013) 2013 berechnete die WHO, dass es »nur« 250 Milliarden Euro kosten würde, allen Menschen innerhalb von 5 Jahren Zugang zu Toiletten und Trinkwasser zu verschaffen. Wenn sich niemand anderes findet, könnten wir in Deutschland also einfach 7 Jahre lang das Weihnachtskonto an die Menschen ohne Toilette und Trinkwasser übergeben – und wir hätten es geschafft.

Langfristig würde sich dieses »Geschenk« sogar nicht nur für unser Gewissen lohnen: Die Vereinten Nationen schätzen, dass sich die Wasser-und-Toiletten-Investition UNO-Weltwasserbericht (englisch, 2015) mit bis zu 25 US-Dollar auf jeden investierten Dollar rentiert. Nicht schlecht für ein paar Klempnerarbeiten!

3 1/2 Millionen kleine Urlauber, 35 Jahre lang

von Chris Vielhaus

Für die Jüngsten in der Familie gibt es im Dezember häufig nur noch eine bedeutende Frage: Wann ist endlich Weihnachten? Auf schon beneidenswerte Art und Weise ignorieren sie bis zum 24. Dezember Vorbereitungsstress, überfüllte Innenstädte und anstrengende Familienmitglieder.

Soziale Teilhabe ist mehr, als ins Schwimmbad zu gehen.

Je älter die Kleinen werden, umso mehr rücken neben Weihnachten und Geburtstag auch andere Tage in den Favoritenkreis auf. Ganz vorn mit dabei: Urlaub! Doch eine Woche Urlaub bleibt für viele nichts weiter als ein sehnlicher Wunsch: Etwa 3,4 Millionen Kinder Mit eingeschlossen sind Jugendliche unter 18 Jahren. Damit können 23,8% der unter 18-Jährigen keine Urlaubsreise von mindestens einer Woche antreten. Eurostat – Monitoring social inclusion in Europe (englisch, 2017) können in Deutschland aus finanziellen Gründen nicht in die Ferien fahren – doch soziale Teilhabe ist mehr, als ins Schwimmbad zu gehen. Mit dem Bildungspaket der Bundesregierung soll Kindern soziale Teilhabe ermöglicht werden. Dazu stehen jedem von Armut betroffenen Kind 120 Euro zur Verfügung – im Jahr. Wie davon etwa der dort beworbene Musikunterricht bezahlt werden soll, lässt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend allerdings offen. Wer daran zweifelt, ob Urlaubserfahrungen dazugehören, möge sich vorstellen, wie die Mitschüler nach den Ferien begeistert von Strand oder Bergpanorama erzählen, während das eigene Kind so etwas nur aus dem Fernsehen kennt.

Um das zu verhindern, vergaben die Bundesländer in der Vergangenheit »Individualzuschüsse zum Urlaub« in öffentlichen Familienferienstätten. Inzwischen wurden diese Gelder aber massiv gekürzt und in der Hälfte aller 16 Bundesländer sogar abgeschafft. Eine Übersicht über die Länder, die noch Zuschüsse ermöglichen, gibt es hier. Teilhabe geht anders.

Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, erzählt mir, dass ein sommerlicher Zuschuss von jeweils 300 Euro pro Kind aus auf Hartz IV angewiesenen Familien mehr Teilhabe ermöglichen könnte. Eine nachhaltige Maßnahme für mehr soziale Gerechtigkeit und Teilhabe ist laut ihm eine dauerhafte Kindergrundsicherung, die seit 2009 vom Bündnis Kindergrundsicherung aus 9 Verbänden und 13 Wissenschaftlern gefordert wird. Weitere Informationen zu dem Konzept findest du hier.

Mit mehr als 35 Milliarden Euro könnten wir Meine stark vereinfachte Rechnung: 300 Euro/Jahr x 3,4 Millionen Kinder = 1,02 Milliarden Euro. also 35 Jahre lang Millionen von Kindern einen Urlaub finanzieren – keine schlechte Bilanz.

Freie Fahrt für alle!

von Katharina Wiegmann

Münster ist Ranking des ADFC (2017) die fahrradfreundlichste Großstadt Deutschlands. Auch ich fahre hier meistens mit dem Rad in die Redaktion. Machen mir Regen, Wind oder Schnee einen Strich durch die Rechnung, gehe ich allerdings nicht zur Bushaltestelle, sondern fahre mit dem Auto. Für einen im Bus gelösten Fahrschein müsste ich 3,10 Euro hinlegen – viel zu viel. In Nordrhein-Westfalen fördert die Landesregierung mit 40 Millionen Euro jährlich »Sozialtickets«. Damit bekommen Empfänger von Sozialleistungen Rabatt im ÖPNV. Im November hatte die schwarz-gelbe Koalition angekündigt, diese Förderung bis 2020 auslaufen zu lassen. Ein Fehler, fanden viele: Mobilität ist Teilhabe. Wer mit dem Bus noch zu seinen Freunden am anderen Ende der Stadt fahren, das Theater oder die Bücherei besuchen kann, bleibt ein Teil der Gesellschaft.

Nach massiver Kritik machte Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) einen Rückzieher: Die Förderung läuft erst mal weiter.

Was, wenn der öffentliche Nahverkehr für alle kostenlos wäre?

Im Jahr 2016 haben die Deutschen Statistik des Branchenverbands Deutscher Verkehrsunternehmen VDV (2017) 12,4 Milliarden Euro für Bus- und Bahntickets ausgegeben. Mit den gut 35 Milliarden, die jedes Jahr für Krawatten, Socken, Weihnachtsbäume und Schoko-Nikoläuse ausgegeben werden, könnten wir also 3 Jahre lang die Fahrscheine für alle bezahlen. Das ist natürlich nur eine Beispielrechnung. Vielleicht würden mehr Leute den öffentlichen Nahverkehr nutzen, wenn er »umsonst« wäre. Natürlich könnte ein kostenloser ÖPNV auch schon jetzt über umverteilte Steuergelder finanziert werden – so funktioniert es im estnischen Tallinn.

So utopisch ist die Vorstellung gar nicht: Bericht beim Guardian über das Experiment (englisch, 2016) Die estnische Hauptstadt Tallinn macht es schon seit 4 Jahren vor. Dort fahren alle Bewohner gratis. Weltweit experimentieren Städte und Gemeinden mit kostenlosem Nahverkehr, vom tschechischen Frýdek-Místek bis zum chinesischen Chengdu. Eine Übersicht über Städte und Gemeinden mit Modellversuchen gibt es auf dieser Website. Die Erfahrungen zeigen: Das muss nicht unbedingt viel kosten. In Tallinn wird der kostenlose Nahverkehr durch einen Anteil von 1.000 Euro an der Einkommensteuer pro Bürger finanziert. Der britische Guardian berichtet, dass die Stadt mit dem neuen System sogar 20 Millionen Gewinn pro Jahr einfahre. Und selbst wenn ich ein paar zusätzliche Euro Steuergelder investieren müsste, die dann beim Krawattenkauf fehlen – die Busfahrt durch den Münsteraner Regen wäre es mir wert.

(Nicht nur Tannen-)Bäume pflanzen!

von Maren Urner

Industriegebiete, verlassene Grundstücke, Brach- und Weideland haben eins gemeinsam: Sie könnten Teil des Waldes von morgen sein. Fest steht: Wenn wir nicht auf Wunder hoffen wollen, müssen wir CO2 aus der Atmosphäre holen, Hier bekommst du einen Überblick über den bisherigen Klimawandel und Prognosen um das 2-Grad-Limit der globalen Erwärmung nicht zu überschreiten. Das geht am besten mit Bäumen.

Neu-Wälder benötigen 2 Jahre Pflege und werden in 10–20 Jahren zu fertigen Wäldern.

Dass es nicht immer Baum-Plantagen sein müssen, in denen die Stämme in Reih und Glied stehen, Das Gute an diesen Plantagen: Sie sorgen dafür, dass weniger natürliche Wälder gerodet werden. zeigen einige Ansätze, die ebenfalls mit Bäumen CO2 aus der Luft ziehen.

Ein wahrer »Bäumemeister« ist der 89-jährige Japaner Akira Miyawaki. Nachdem er in den 1970er- und 1980er-Jahren untersuchte, was die natürlichen Wälder Japans so besonders macht, entwickelte er erfolgreiche Methoden, die zunächst paradox klingen: natürliche Wälder künstlich anpflanzen. Dabei nutzt er auch eine Technik aus Deutschland, die sogenannte »potenzielle natürliche Vegetation«. Damit ist zunächst einfach nur der Zustand der Vegetation gemeint, der ohne menschliche Eingriffe zu erwarten ist. Mittlerweile Artikel zu Akira Miyawaki bei wired (englisch, 2014) hat er schon über 40 Millionen Bäume überall auf der Welt verteilt gepflanzt. Die jungen Neu-Wälder benötigen nur 2 Jahre Pflege und werden dann innerhalb von 10–20 Jahren von allein zu »fertigen« Wäldern – im Vergleich zu Jahrhunderten, die natürliche Wälder normalerweise brauchen.

Um die Aufforstung im großen Stil voranzutreiben, Das bedeutet in Zahlen: Wenn zusätzliche gut 82 Millionen Hektar neu bewaldeter Fläche dazukommen, können so 18,1 Gigatonnen CO2 »eingefangen« werden. Das kannst du im Kapitel zu »Afforestation« im Buch »Drawdown« für effektive Klimalösungen nachlesen (englisch, 2017) benötigen wir geschätzt nur knapp 25 Milliarden Euro, also rund 70% unseres Weihnachtsbudgets. Und wieder lohnt sich langfristiges Denken, denn das Ganze kann bis zum Jahr 2050 einen Nettogewinn von mehr als 330 Milliarden Euro bedeuten.

Wer sich das alles nicht vorstellen kann: Auf einer Fläche von 6 PKW-Parkplätzen kann ein Wald mit 300 Bäumen entstehen – für den Preis eines iPhones.

Wem gibst du das Geld?

Auch dieses Jahr werden sich zahlreiche Menschen an Weihnachten verschulden – Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (2017) laut einer aktuellen Umfrage immerhin 3,5 Millionen. Warum? Weil sie zu viel Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Und das, obwohl die meisten Menschen sich etwas ganz anderes wünschen. Auf die Frage »Womit würdest du dich reich beschenkt fühlen?« waren die beiden häufigsten Antworten: Auch diese Frage war Teil der oben genannten FOM-Weihnachtsumfrage 2017 »mehr frei gestaltbare Zeit« und »mehr positive Beziehungen zu anderen Menschen«.

Also bleibt die Frage an dich: Wem sollten wir das Konto mit den gut 35 Milliarden Euro überschreiben?

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Mit Illustrationen von Lucia Zamolo für Perspective Daily

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