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Das hat die Menschheit vor 2018 noch nie gesehen!

Konkurrenz für Schlaaand, saubere Ozeane und ein Griff nach den Sternen. Auf diese Ereignisse haben wir lange gewartet.

3. Januar 2018  6 Minuten

Kommt im Jahr 2018 endlich der Weltfrieden? Eher nicht. Und höchstwahrscheinlich bleibt Trump auch US-Präsident. Der Nahost-Konflikt löst sich nicht in Wohlgefallen auf. Klimaskeptiker werden weiterhin Gehör finden, während die Polarkappen schmelzen. Die Waffenlieferungen für die Kriege dieser Welt werden nicht gestoppt und auch Putin wird sich nicht gezwungen sehen, endlich sexuelle Minderheiten zu respektieren.

Aber wir werden ja wohl noch träumen dürfen. Dafür ist ein neues Jahr doch da.

Und wenn wir uns anschauen, was das Jahr 2018 tatsächlich bereithält, dann liegen Traum und Wirklichkeit manchmal gar nicht mehr so weit auseinander. Vorhang auf für ein Jahr, das Gerechtigkeit, Fairness, Umweltschutz und Technik auf ein Level heben will, das die Menschheit so noch nicht gesehen hat.

Mehr Plastik als Plankton? Schluss damit!

von Isabella Aberle


Ein bisschen ist es, wie Hier schreiben Maren Urner und Katharina Wiegmann über Menstruation einen Tampon das Klo hinunterzuspülen: An diejenigen unter uns, die (noch) nie menstruiert haben: Es ist nicht vorgesehen, Tampons in der Kloschüssel zu versenken – schon allein deshalb, weil sie aufquellen und die Leitung verstopfen. Für gebrauchte Damen-Hygieneprodukte ist der kleine Mülleimer neben der Toilette da. Er ist zwar erst mal weg, verschwindet aber nicht wirklich Auch wenn es ab und zu Erfolgsmeldungen über Plastik abbauende Bakterien gibt, sind wir noch weit davon entfernt, die ständig produzierten Massen an Plastikmüll einfach verschwinden zu lassen. Auf Müllhalden und im Meer wird Plastik einzig durch UV-Strahlung zersetzt. Dies kann Jahrzehnte bis Jahrhunderte dauern (englisch), und es werden giftige Chemikalien freigesetzt, die in der Nahrungskette und so wieder auf unseren Tellern landen. – und irgendjemand muss ihn früher oder später aus dem Wasser fischen. Genauso landen jedes Jahr Bericht über die Müllmenge im Meer (englisch, 2015, Paywall) Millionen Tonnen Plastikmüll auf unterschiedlichen Wegen im Meer, für die sich die Erzeuger nicht zuständig fühlen.

Die Entdeckung der 5 großen Müllstrudel in den Ozeanen Müllstrudel entstehen durch die ozeanischen Wirbel, ein System von Meeresströmungen (englisch). 1997 beobachtete der Ozeanograph Charles Moore dieses Phänomen zum ersten Mal und alarmierte die Öffentlichkeit (englisch). hat der Welt das Ausmaß des Problems vor Augen geführt. Wer soll das schwimmende Plastik aufsammeln, das sich über eine Fläche größer als Deutschland verteilt? Viele stellen sich Müllstrudel als schwimmende Inseln aus Plastikflaschen und Fischernetzen vor, die Realität ist aber komplizierter: Durch Strömungen entstehen Meeresgebiete, in denen mehr Plastik schwimmt als im restlichen Ozean. Da die meisten Plastikteilchen aber sehr klein sind und oft unter der Wasseroberfläche treiben, sind sie von oben nicht zu sehen. Schätzungen der Fläche eines Müllstrudels liegen zwischen 700.000 und 15.000.000 Quadratkilometer, je nach der als Grenzwert festgelegten Plastikkonzentration.

»Beim Tauchen in Griechenland begegneten mir mehr Plastiktüten als Fische.« – Boyan Slat, Gründer von The Ocean Cleanup

»Herausforderung angenommen!«, dachte sich der damals erst 16-jährige

Mit Illustrationen von Isabell Altmaier für Perspective Daily

von PD Team 

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