Interview — 7 Minuten

Wie dich der Staatsfeind Nummer 1 davor schützt, zum Betrüger zu werden

1. Juni 2018
Themen:

Ob du eine Wohnung findest oder eine OP brauchst, entscheiden heute Algorithmen. Die Firmen, die damit Geld verdienen, lassen sich nur ungern in die Karten schauen.



Bekommst du die schöne Wohnung? Hilft gegen die Schmerzen im Knie nur noch eine OP? Gewährt dir die Bank den wichtigen Kredit?

Fragen, die unser Leben verändern können – und die schon heute von Algorithmen und Computern beantwortet werden. Die Programme, über die alle sprechen, von denen aber nur wenige wissen, wie sie tatsächlich funktionieren, funken längst nicht mehr nur bei Facebook, Google und Twitter in unser Leben. Auch in der Medizin, in der Justiz und im Finanzwesen spielen sie bereits eine große Rolle.

Deshalb setzt sich die Organisation AlgorithmWatch für eine sachliche, aber auch sachkundige Debatte in Politik und Öffentlichkeit ein.

Matthias Spielkamp ist Gründer und Geschäftsführer von AlgorithmWatch – Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung

Konkret geschieht das durch Vorträge, Gutachten – oder Aktionen wie das derzeit laufende Projekt OpenSCHUFA. Weil sie die Algorithmen der Schufa für fehlerhaft halten, sammelt AlgorithmWatch »Datenspenden« von Bürgern, also freiwillige Angaben über finanzielle Verhältnisse, um sie mit den Schufa-Scores zu vergleichen. So hoffen sie Fehler aufzudecken, die für Bürger zu gewaltigen Problemen werden können.

Matthias Spielkamp ist Gründer und Geschäftsführer von AlgorithmWatch, war schon mehrfach Sachverständiger in Bundestagsanhörungen zu KI sowie Robotik und steht uns Frage und Antwort.

Mit Illustrationen von Adrian Szymanski für Perspective Daily

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