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Karl Marx würde sagen: Gefällt mir!

13. September 2018  7 Minuten

Er ist wieder da. 5 1/2 Meter hoch, ein echter Riese, mit ernstem Blick. Der Bartwuchs: wild wie eh und je. Auf den Tag genau an seinem 200. Geburtstag enthüllte die Stadt Trier einen überlebensgroßen Bronze-Karl-Marx. Er ist ein Geschenk der chinesischen Regierung an die Heimatstadt des Philosophen; keine unumstrittene Geschichte, für manche bleibt er einfach ein rotes Tuch. Marx selbst wäre wohl überrascht, wie viel Stoff für Biographien, Studien und Titelgeschichten sein Werk im Jahr 2018 noch so hergibt.

Aber es ist ja so: Der Kapitalismus, Marx Lebensthema, war nie wirklich weg. Er hat einen weiten Weg zurückgelegt, sich immer wieder gehäutet und allerlei Krisen einfach abgestreift. Bis jetzt hat ihn noch keine »Weltrevolution des Proletariats« gestoppt.

Du hast ein Problem mit dem System? Der Mann mit dem Rauschebart liefert noch immer Munition für deine Kapitalismuskritik.

Titelbild: Tobias Kaiser - CC0

von Katharina Wiegmann 

Als Politikwissenschaftlerin interessiert sich Katharina dafür, was Gesellschaften bewegt. Sie fragt sich: Wer bestimmt die Regeln? Welche Ideen stehen im Wettstreit miteinander? Wie werden aus Konflikten Kompromisse? Einer Sache ist sie sich allerdings sicher: Nichts muss bleiben, wie es ist.

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