Interview 

»Nur so kann der Fußball und der Sport allgemein überleben«

Fußball verbindet seit über 150 Jahren – jetzt steht er vor einer grundlegenden Herausforderung. Dieser Manager und Gründer erklärt, wie es weitergeht.

12. Oktober 2018  9 Minuten

Tor oder nicht? Eine millimetergenaue Anzeige auf der Armbanduhr verrät dem Schiedsrichter, ob der Ball drin war. Foul oder Schwalbe? Der Schiedsrichter rennt an den Spielfeldrand, um sich den Videobeweis anzusehen. Stand der Spieler im Abseits? Per Headset spricht sich der Schiedsrichter mit dem Assistenten ab.

Technische Hilfsmittel gehören im Fußball längst dazu. Doch was der Zuschauer mitbekommt, ist nur ein Ausschnitt. Denn hinter den Kulissen des Profisports ist die Digitalisierung schon ein paar Schritte weiter. Über den Trainingsgeländen der Bundesligamannschaften Maximilian Doré fragt: Überwachen die Maschinen bald jeden deiner Schritte? schwirren heute Drohnen und zeichnen jeden einzelnen Pass auf. Talentscouts durchforsten Datenbanken, anstatt nach Südamerika zu jetten, und angehende Jungprofis erhalten nach dem Training ihren Fitnesszustand per App angezeigt.

Als aktiver Fußballer der Generation Smartphone habe auch ich manchmal ein mulmiges Gefühl und frage mich, ob ich meinen Lieblingssport in 10 Jahren noch wiedererkenne.

Wie verändert die Digitalisierung den Fußball?

Titelbild: Charlie Woodward - CC0

von Philip Grabowski 

Philip Grabowski studiert Betriebswirtschaftslehre im Bachelor an der Universität Münster. Als aktiver Fußballer beschäftigt er sich vor allem mit modernen Entwicklungen im Sport. Im Zeitraum August–Oktober 2018 unterstützte er die Redaktion von Perspective Daily als Praktikant.

Themen:  Internet   Gesellschaft  

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