Mit dem E-Auto in den Winterurlaub. Ich habe es getan!

2 Kinder, rund 1.750 Kilometer, über ein Dutzend Stopps: Warum ich es trotzdem noch mal machen würde.

Reportage - 31. Januar 2019  10 Minuten

Wir fahren im Dunklen auf einer Landstraße durch die bayerische Provinz. Die Orte heißen hier Maxlried und Hohenfurch. Es klingt nach Idylle, aber dafür fehlt mir jetzt das Gespür. Schneeflocken wirbeln umher und das Thermometer zeigt 5 Grad Celsius unter Null. Seit ein paar Minuten fällt die Reichweitenanzeige des Autos schneller, als uns recht sein kann.

Während unsere Töchter auf der Rückbank mit dem Tablet beschäftigt sind, dämmert uns vorne: Ans Zwischenziel, nach Augsburg, kommen wir so nicht mehr. Obwohl der Strom eigentlich locker hätte reichen sollen. Wir haben das Schicksal herausgefordert, das wussten wir schon vorher. Denn unser Vorhaben ist die Königsdisziplin für ein Elektroauto: in den Winterurlaub nach Österreich – und zurück. Kann das gutgehen?

Mit dem Stromauto auf die Piste – wollen wir das wirklich?

Aber der Reihe nach. Dass wir über Weihnachten und Neujahr zum Skifahren nach Österreich wollen, ist klar. Nach 5 Jahren in Brasilien können es unsere Töchter kaum erwarten, ordentlich Schnee zu sehen. Mit den Großeltern haben wir uns im »Gsöllhof« Zimmer gemietet. Skifahren, zusammen kochen und vor dem Kachelofen in der Stube sitzen – vor unserer Zeit im Ausland war das jedes Jahr traute Gewohnheit.

Die Frage: Die erste lange elektrische Urlaubsfahrt – und dann auch noch gleich ins Hier schreibt Dirk Walbrühl darüber, warum er sich nur fast ein E-Auto gekauft hat Ski-Gebiet? Der Nissan Leaf, seit August unsere Familienkutsche, ist etwa so groß wie ein VW Golf und bisher absolut zuverlässig. Aber wir haben ihn bislang nur auf kürzeren Strecken erprobt. Hinzu kommt die Kälte in den Bergen, die die Reichweite des Wagens deutlich senkt. Macht er das mit?

Mit Illustrationen von Adrian Szymanski für Perspective Daily - copyright

von Benjamin Fuchs 

Jeder weiß: Unsere Arbeitswelt verändert sich radikal und rasend schnell. Nicht nur bei uns vor der Haustür, sondern auch anderorts. Wie können wir diese Veränderungen positiv gestalten und welche Anreize braucht es dafür? Genau darum geht es Benjamin, der erst Philosophie und Politikwissenschaft studiert hat, dann mehr als 5 Jahre als Journalist in Brasilien lebte und 2018 zurück nach Deutschland gekommen ist. Es gibt viel zu tun – also: An die Arbeit!

Themen:  Nachhaltigkeit   Mobilität   Energie  

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