PD Daily — 3 Minuten

Das ist die »faire« Alternative zu Airbnb. Kann sie die Städte vor dem Massentourismus retten?

13. August 2019
Themen:

Weniger Wohnraum, steigende Mieten, Rollkofferinvasionen – Airbnb macht die Probleme des Städtetourismus noch schlimmer. Eine neue Plattform will es besser machen.



Die meisten Menschen reisen gern, Tourist will aber niemand sein.

Denn der Tourist hat keinen guten Ruf: Rücksichtslos drängt er in Rudeln durch die Innenstädte der Metropolen. Auf Segways, Bierbikes oder neuerdings E-Scootern macht er im Vorbeifliegen Haken auf seiner »Bucket List« Eine »Bucket List« ist eine Liste mit Dingen, die man gern noch tun, sehen oder erreichen würde, bevor man stirbt. Woher der Name kommt? Die englische Redewendung »to kick the bucket« heißt so viel wie »den Löffel abgeben« oder »ins Gras beißen«. »The Bucket List« ist auch der Originaltitel eines Films mit Jack Nicholson aus dem Jahr 2007, der in Deutschland als »Das Beste kommt zum Schluss« in den Kinos lief. Darin machen 2 unheilbar an Krebs erkrankte Männer eine solche Liste und gehen gemeinsam auf die Reise. und macht aus Weltkulturerbe einen einzigen Konsumexzess.

Sein Geld gibt er dabei zuverlässig bei den Falschen aus: in Souvenirshops, die lokales Handwerk verdrängen, in überteuerten Restaurants, die kein Einheimischer je betreten würde – und nicht zuletzt bei Anbietern von Ferienwohnungen, die dazu beitragen, dass Wohnraum immer knapper wird und Mieten in begehrten Innenstadtlagen weiter steigen. Insbesondere die Plattform Airbnb ist zum Synonym für einen Tourismus geworden, der einigen wenigen die Taschen füllt, von den Einwohnern vieler Städte aber verflucht wird.

Titelbild: Sandor Somkuti -

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