PD Daily 

Was du gegen diskriminierende Werbung tun kannst

Ein Smoothie-Hersteller hat verstanden, wie die Aufmerksamkeitsökonomie funktioniert. Dass er von Sexismus profitiert, ist ärgerlich – es lenkt die Aufmerksamkeit aber auch auf ein Problem, für das es eine Lösung gibt.

3. September 2019  4 Minuten

Man sollte den Namen der Firma eigentlich gar nicht schreiben. Seit Jahren provoziert der Smoothie-Hersteller True Fruits mit Marketing-Kampagnen, die sich, vorsichtig formuliert, am Rande des guten Geschmacks bewegen.

Am rechten Rand zum Beispiel.

Im Jahr 2017 bewarb das Bonner Unternehmen eine schwarze Flasche mit den Worten »Schafft es selten über die Grenze«. Ein anderer Slogan der in Österreich ausgespielten Kampagne: »Noch mehr Flaschen aus dem Ausland«. Laut eigener Aussage ging es den deutschen Smoothie-Fabrikanten um »Facebook«-Statement von »True Fruits« zur Österreich-Kampagne 2017 Kritik an der »rechts angehauchten Politik Österreichs«. Wahrscheinlicher ist, dass es ihnen um gar nichts geht – außer um Profit und Hier schreibt Han Langeslag über den Kampf um deine wichtigste Ressource Aufmerksamkeit. Um die zu bekommen, drückt das Unternehmen Knöpfe, die bei denjenigen Menschen etwas auslösen, die sich mit Hier schreibt Juliane Metzker über nichtintentionalen Rassismus Diskriminierung und Sexismus täglich auseinandersetzen (müssen).

Titelbild: Timothy Eberly - CC0

von Katharina Wiegmann 

Als Politikwissenschaftlerin und Philosophin interessiert sich Katharina dafür, was Gesellschaften bewegt. Sie hat da ein paar Fragen: Wer bestimmt die Regeln? Welche Ideen stehen im Wettstreit miteinander? Wie werden aus Konflikten Kompromisse? Einer Sache ist sie sich allerdings sicher: Nichts muss bleiben, wie es ist.

Themen:  Konsum   Gesellschaft   Gerechtigkeit  

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