Wird hier der Traum vom neuen Wohnen wahr?

300 Menschen, ein paar Schubkarren und eine Vision: Wir bauen unser eigenes Dorf!

Reportage - 28. September 2018  13 Minuten

Was passiert, wenn 300 Menschen – darunter 100 Geflüchtete – gemeinsam ein Dorf bauen?

Ich habe mich auf den Weg ins norddeutsche Nirgendwo gemacht, um Antworten auf diese Frage zu finden. Denn hier, im kleinen Städtchen Hitzacker, das idyllisch an der Elbe zwischen Hamburg und Berlin liegt, findet gerade ein Freiluftexperiment statt, das diese Frage beantworten soll.

5 Tage werde ich hier verbringen, mit Menschen, die versuchen, Worthülsen wie »nachhaltiges Zusammenleben« mit greifbarem Inhalt zu füllen. Menschen, die einen Mittelweg suchen zwischen Landflucht und einem Leben in überfüllten Ballungsräumen.

Was sie verbindet, ist die Überzeugung: So wie es ist, kann es nicht weitergehen.Die zukünftigen Bewohner haben einiges vor. Sie kümmern sich um High-Speed-Internet, planen die Eröffnung von Gewerbe Auf 1.400 Quadratmetern sollen sich unter anderem Ärzte, Geschäfte, Praxen und Freiberufler ansiedeln. innerhalb des Dorfes und suchen die Zusammenarbeit mit Politikern und Vereinen in der Umgebung. Sie müssen Millionen auftreiben, um ihre grünen High-Tech-Häuser zu bauen, und gleichzeitig Konflikte schlichten, wenn sie bei all dem Trubel aneinandergeraten.

Was sie verbindet, ist die Überzeugung: So wie es ist, kann es nicht weitergehen. Mit ihrem Dorf wollen sie nicht nur sich selbst einen angenehmen Lebensraum schaffen, sondern zeigen, wie eine Gesellschaft aussehen kann, die unsere Umwelt erhält, Menschen zusammenbringt und den Kapitalismus zügelt.

Ich komme an – im Wendland und in Hitzacker

Titelbild: Lars Hauch - copyright

von Lars Hauch 

Lars Hauch schreibt als freier Journalist über Sicherheitspolitik und Islamismus im Mittleren Osten.

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